

Christoph Bastanier
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@cbastanier
when i think of all the good times that i've wasted writing software




Deutschland braucht keine liberale Partei, die sich zwischen Union und Rechtsextremismus aufstellt. Eine anderweitige liberale Partei wäre mehr als gebraucht immer noch und zukünftig.







@42tw1tter1sd3ad Sie zeigen doch mit der Grafik, dass es aktuell nicht möglich ist nennenswert Traktoren zu elektrifizieren. Alles was dort elektrifizierbar ist, sind kleine Geräte für Hof, Stall und eventuell Pflege. Die brauchen aber jetzt schon nur einen Bruchteil der Energie auf dem Hof. 1/x

dritte ableitung: ab einer hinreichenden teilnehmerzahl wird missinterpretation zum normalfall, nicht zur ausnahme.






Hans-Georg Maaßen zur Wahl in Ungarn. @HGMaassen

Breaking - Viktor Orbán congratulats Péter Magyar on election victory in Hungary.








Sachsens goldene Zeit Sachsens goldene Zeit war sicher nicht die Zeit der barocken Polen-Könige August & August. Sie gaben den Reichtum des Landes, der insbesondere auf dem Bergbau im Erzgebirge beruhte, mit vollen Händen aus. Schlösser, rauschende Feste, Juwelen und Schmuck, wertvolle Gemälde, abenteuerliche Außenpolitik wie der Erwerb der polnischen Königskrone. Dabei taumelten sie mit Sachsen in sinnlose Kriege, unter denen das Land zu leiden hatte. Geografische Namen wie Schwedenhöhle erinnern an das Leid der damaligen Zeit. Der Große Nordische Krieg, der Polnische Thronfolgekrieg, der Siebenjährige Krieg schlugen tiefe Wunden im Land. Die Napolenzeit war auch kein Ruhmesblatt für Sachsen und die Zeit danach, die Romantik, war eine eher in sich gekehrte depressive Zeit. Das wahre gute und goldene Zeitalter Sachsens war aber zweifellos die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg. Eine kluge Innenpolitik, Wirtschaftsförderung, indem eine wettbewerbsfähige Infrastruktur aufgebaut wurde. Die erste Ferneisenbahn entstand in Sachsen, Dresden-Leipzig, und so ging es weiter. Wenn man sich die kühnen Verkehrsbauten dieser Zeit ansieht, das Eisenbahnnetz in Dresden und im Lande, die riesigen kirchenartigen Bahnhöfe. Es entstand sehr viel Industrie, die Städte wuchsen unglaublich schnell, die arbeitende Bevölkerung lebte nicht in ausbeuterischer Armut wie in den Zeiten des Manchesterkapitalismus, sondern eine starke Sozialdemokratie bündelte die Interessen der Arbeiter. Eine fortschrittliche Sozialgesetzgebung entstand, die allerdings keine sächsische Erfindung war. Die Arbeitszeiten gingen auf 10 Stunden zurück, was eine wesentliche Verbesserung war, der 8-Stunden-Tag kam erst nach 1918. Falls es jemand vergessen hat, in der DDR arbeiteten wir Acht-Dreiviertel Stunden. Vor dem Krieg war Sachsen eine der am stärksten industrialisierten und leistungsfähigsten Regionen des Deutschen Reiches und Europas. Es war ein Pionier der Industrialisierung, besonders in der Textil- und Maschinenbauindustrie, und galt als eines der dichtest besiedelten und produktivsten Gebiete Kontinentaleuropas. Ich bin heute am Sächsischen Finanzministerium vorbeigekommen. Am Giebel prangt ein großes keramische Wandbild aus Majolika-Fliesen und zieht die Aufgaben des Finanzministeriums und zeigt das Programm guter Politik: Einnehmen und Ausgeben der Staatsausgaben. Links sind die Quellen des sächsischen Reichtums dargestellt: Ein Bergmann für Erz- und Kohlebergbau sowie die Industrie, der Förster für LAnd- und Forstwirtschaft. Die allegorische Figur mit dem ausgeschütteten Füllhorn repräsentiert den allgemeinen Wohlstand, der aus diesen natürlichen Ressourcen kommt. Rechts sind die Ausgaben dargestellt: Die allegorische Figur steht für den Staatshaushalt. Der Architekt für Investitionen in Verkehr, Infrastruktur, Schulen, der Junge für moderne Investitionen wie Eisenbahn, Brücken. Zwischen beiden Seiten thront die Saxonia, die personifizierte Allegorie Sachsens. Unten habe ich zwei erhaltene Bauwerke aus dieser Zeit abgebildet. Die Großmarkthalle und die Marienbrücke (Eisenbahn), beide Ende des 19./Anfang 20. Jhds. gebaut. Die Markthalle baute die Stadt, das Land übergab der Staat der Stadt kostenlos. Es war aus der Verlegung der Weißeritz, die hier früher floß, gewonnen worden. Die Marienbrücke entstand, als der gesamte Dresdner Einbahnverkehr umgestaltet wurde. Neue Bahnhöfe, das Höherlegen der Strecken auf Dämme, um Kreuzungen zum normalen Verkehr zu vermeiden. Stolz brachte man reichlich Bauschmuck an diese Brücke an. Das war eine Zeit mit unglaublichen Fortschritten....




Heute ist mein Buch im Verlag Springer erschienen! link.springer.com/book/10.1007/9… Ich nehme mir die Erlaubnis, als Werbung einen kleinen Thread zu schreiben. Ich würde mich sehr über einen Repost freuen. Worum geht es in dem Buch? 👇







