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@twitschery

Eidgenosse in Frankreich. Nach einem Zwischenspiel in Belgien. Suisse allemand en France. Après un intermède en Belgique.

France, FR เข้าร่วม Ekim 2022
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hansdampf@twitschery·
@HenrietteLevy Es ist und bleibt einer der erschütterndsten Fälle! Danke für die Erinnerung! x.com/twitschery/sta…
hansdampf@twitschery

Der Fall Sarah Halimi – oder der Schmerz, der einfach nicht aufhören will Als ihr Foto vor fast neun Jahren in den sozialen Medien kursierte, ahnte man sofort, dass etwas Schlimmes mit ihr passiert sein musste. Sarah Halimi, die auf dem Foto den Eindruck einer friedlichen und sanften Person erweckt, war Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Sie wurde am 4. April 2017 in ihrer Pariser Wohnung in einem mutmasslich antisemitischen Akt brutal ermordet. Ein Mord, der Frankreich und die jüdische Welt schockierte. Die Medien berichteten zögerlich, sodass man erst nach und nach über die Hintergründe und die schrecklichen Details zur Tat erfuhr. Die 65-jährige Sarah Halimi war Jüdin, Mutter dreier Kinder, ausgebildete Ärztin und pensionierte Leiterin einer Kinderkrippe. Sie wurde in ihrer Wohnung im Norden des 11. Pariser Arrondissements in der Rue de Vaucouleurs 30 nahe dem Stadtviertel Belleville schwer misshandelt und anschliessend vom Balkon gestossen. Es ist ungewiss, ob sie in Folge des Sturzes aus dem dritten Stock starb oder bereits zuvor umgebracht worden war. Ihr Mörder, der damals 27-jährige Kobili Traoré aus Mali, der im selben Haus wohnte, galt als drogenabhängig und notorischer Straftäter. Er soll der Polizei bereits bekannt gewesen sei. Nach einem Familienstreit hielt er sich in der Wohnung eines Bekannten auf, die direkt an die Wohnung der alleinlebenden Sarah Halimi grenzte. Dort soll er sich zunehmend aggressiv verhalten haben. Die Bewohner schlossen sich im Schlafzimmer ein und verständigten die Polizei. In der Zwischenzeit stieg Traoré über den Balkon in die benachbarte Wohnung ein und verschaffte sich Zugang zur Wohnung von Sarah Halimi. Die angerückte Polizei griff nicht sofort ein, sondern wartete im Innenhof der Wohnanlage auf Verstärkung, da ein terroristischer Anschlag befürchtet wurde. Der Täter zerrte Sarah Halimi auf den Balkon und schlug 20 bis 30 Minuten lang mit Fäusten und Füssen auf sie ein. Dabei rezitierte er Verse aus dem Koran und rief wiederholt „Allahu Akbar“ und „Sheitan“. Ein Nachbar, der von den Schreien des Opfers aufgeweckt wurde, filmte die schreckliche Szene teilweise mit seinem Smartphone. Der Täter versuchte sie anschliessend zu erwürgen, sah dann aber die Polizisten unten im Innenhof, rief ihnen zu, dass sie Selbstmord begehen wolle, und warf sie schliesslich bereits leblos vor den Augen der Polizisten vom Balkon im dritten Stock. Nach der Tat kehrte er über das Balkongeländer in die Wohnung des Bekannten zurück und rief dabei: „Ich habe den Scheitan des Viertels getötet.“ Im Wohnzimmer des Bekannten soll er in aller Ruhe angefangen zu beten. Er liess sich anschliessend von einer mittlerweile angerückten Spezialeinheit auch widerstandslos in der Wohnung festnehmen. Das Motiv schien klar: Halimi wurde angegriffen, weil sie Jüdin war. Was folgte, war jedoch eine zweite Tragödie: eine Tragödie der verweigerten Gerechtigkeit. Trotz des eindeutig antisemitischen Charakters des Verbrechens zögerten die französischen Behörden, dies anzuerkennen, und der Fall wurde monatelang unter Verschluss gehalten. Schliesslich entschied Frankreichs oberstes Gericht im Jahr 2021, dass Traoré nicht vor Gericht gestellt werden könne, da er aufgrund seines Cannabiskonsums vor der Tat „nicht strafrechtlich verantwortlich“ sei. Mehrere psychiatrische Gutachten bestätigten, dass er zum Tatzeitpunkt unter einer akuten Psychose litt, die aber nur zum Teil auf den Cannabiskonsum zurückgeführt werden konnte. Bereits kurz nach seiner Festnahme wurde er in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Die Urteile der verschiedenen Instanzen bestätigten seine Unterbringung für unbestimmte Zeit. Als Voraussetzung für eine mögliche Entlassung wurde das Vorliegen zweier psychiatrischer Gutachten sowie einer positiven Stellungnahme des Leiters der Psychiatrie und des Präfekten festgelegt. Die letztinstanzliche Entscheidung des Kassationshofs aus dem Jahr 2021, die die Straflosigkeit des Täters bestätigte, führte zu einer Demonstration von Zehntausenden Bürgern, darunter auch der heutigen Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Dabei wurde auch eine entsprechende Gesetzesänderung gefordert. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass der Mord an Sarah Halimi kurz vor den Präsidentschaftswahlen Ende April 2017 geschah. Deshalb stand auch die Vermutung im Raum, dass man den Fall bewusst weder als antisemitisch noch als islamistisch einstufen wollte, da man befürchtete, dass dies vom „Rassemblement National“, also der Partei unter Marine Le Pen, ausgenutzt werden könnte. Von der Partei, die übrigens als antisemitisch gilt. Ein kürzlich begangener Raubüberfall fördert eine sehr beunruhigende Erkenntnis zutage und wirft ein sehr fragwürdiges Licht auf den Fall Es ist der 27. Januar dieses Jahres. Ein mutmasslich 21-jähriger Mann empfing in seiner Wohnung im 16. Arrondissement einen jungen Mann, den ihm ein Bekannter vorgestellt haben soll. Kurz nach dessen Ankunft öffnete dieser Gast zwei weiteren Personen mit verdeckten Gesichtern die Tür. Der Gastgeber wurde daraufhin mit Tränengas besprüht und zusammengeschlagen. Anschliessend wurde er in jeden Raum seiner Wohnung gezerrt. Unter Zwang durchsuchten die Täter in seiner Gegenwart die gesamte Wohnung nach Wertgegenständen. Während der Freiheitsberaubung begann einer der beiden Täter, ihm mit einer Zigarette Brandverletzungen zuzufügen. Anschliessend wurde er an einen Stuhl gefesselt und geknebelt. Den Kriminellen gelang es, verschiedene Schmuckstücke zu erbeuten. Nach den Informationen des französischen Nachrichtensenders LCI handelt es sich dabei um mehrere Luxusuhren, Armbänder, Napoleon-Münzen, verschiedene andere Goldmünzen, Bankkarten, Luxuslederwaren und Mobiltelefone. Der Schaden wird auf fast 100.000 Euro geschätzt. Die örtlichen Ermittler des 16. Arrondissements übergeben den Fall sehr schnell der für den 2. Polizeidistrikt zuständigen Kriminalpolizei der Polizeipräfektur Paris (DPJ-PP), die mit Fortsetzung der Ermittlungen betraut wird. Unter der Aufsicht der Pariser Staatsanwaltschaft wird eine Voruntersuchung wegen bewaffneten Raubüberfalls und Freiheitsberaubung eingeleitet. In der Folge nahmen am Mittwoch die Beamten der Kriminalpolizei insgesamt vier Personen fest. Eine erste Person, geboren 1985, wurde in ihrer Wohnung festgenommen. Er war den Behörden bereits wegen Drogen- und Sachbeschädigungsdelikten bekannt und hatte das Opfer mit dem jungen Mann in Kontakt gebracht, der den Tätern letztlich die Tür öffnete. Ein zweiter Täter, geboren 2002, der bereits wegen Mordes, Hehlerei und Drogenhandels bekannt ist, wurde in einer psychiatrischen Klinik im Département Val-de-Marne festgenommen. In derselben Einrichtung nahmen die Polizisten auch Kobili Traoré fest, der 1990 geboren wurde. Also genau der Mann, der neben Drogenhandel und Diebstahl vorallem für den Mord an Sarah Halimi im April 2017 verantwortlich war und von den Gerichten strafrechtlich als unzurechnungsfähig erklärt wurde. Offensichtlich hatte er nach neun Jahren die Möglichkeit, die psychiatrische Anstalt im Rahmen eines Freigangs ohne Begleitung zu verlassen. Am Nachmittag begaben sich die Ermittler auch zum Wohnort eines weiteren Verdächtigen und nahmen ihn fest. Der 1999 geborene Mann ist wegen Gewalt, Drogen, Misshandlung und Tierquälerei bekannt. Nach Informationen des Senders LCI sollten die vier Verdächtigen nach fast 35-stündigem Polizeigewahrsam am Donnerstagabend vor das Pariser Gericht gestellt werden. Die Bürger verlieren immer mehr Vertrauen in das französische Justizsystem Erschütterung und Unverständnis: Ein Mann, der eigentlich in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht war, hat sich an einem schweren Raubüberfall beteiligt. Es werden Fragen nach den Umständen laut, die dazu führten, dass ihm offensichtlich ohne richterliche Bewilligung unbegleiteter Freigang gewährt wurde. Dadurch wird vor allem das gesamte Gerichtsverfahren und die Aussagekraft von psychiatrischen Gutachten infrage gestellt. Es wurden auch Forderungen nach einer Wiedereröffnung des im Jahr 2021 letztinstanzlich abgeschlossenen Gerichtsverfahrens laut. Die ganze Angelegenheit wirft ein derart besorgniserregendes Licht auf das Justizsystem, dass nicht so einfach wieder gutzumachen sein wird. Zumal sich auch zeigt, dass die Unterbringung in der Psychiatrie weder die Gesellschaft schützt noch zu einer Verhaltensänderung führt. Auch erfährt die Bevölkerung nicht darüber, und es wird nicht sichergestellt, dass keine Gefahr für sie ausgeht, wenn Freigänge gewährt werden. Für die Anwälte, die von der damaligen strafrechtlichen Verantwortlichkeit des Täters überzeugt waren, ist es eine schmerzhafte Bestätigung. Letztlich ist es auch eine Bestätigung für die Kritiker, die damals die Medien und die französische Regierung dafür angeprangert haben, dass sie den Antisemitismus in Frankreich aus mutmasslich „politischer Korrektheit” nicht ernst genommen, sondern sogar geleugnet haben sollen. ◻️ Die entsprechenden Quellen sind in den Kommentaren verlinkt.

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hansdampf
hansdampf@twitschery·
In Frankreich landet man wegen eines Handydiebstahls höchstens bei Pierre, dem Eisbescheeer. Spass beiseite, kein Mensch geht hier in Frankreich noch freiwillig in eine Stadt, genau aus diesem Grund. Die Gefahr ist ständig und überall, ein Moment der Unachtsamkeit genügt. Aber wie gesagt, das sind „Peanuts”. Da gibt es noch ganz andere Hausnummern, zum Beispiel: entrevue.fr/de/faits-diver…
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PhotoLust
PhotoLust@photo_lust·
@stagerbn Hoffentlich teilt er sich bald eine Zelle mit Pierre le Einbrecheeer.
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severin tatarczyk
severin tatarczyk@stagerbn·
Da lobte ich vor ein paar Tagen hier noch das gute Sicherheitsgefühl in Lyon und da wird mir gestern am letzten Abend dort doch noch mein Smartphone von einem Taschendieb geklaut. Seis drum, Ersatz habe ich heute morgen direkt besorgt und das neue Smartphone war dank Cloud-Backup auch direkt einsatzbereit - sagte ich nicht noch vor ein paar Tagen, wie wichtig eine stets aktuelle Datensicherung ist? Dennoch bleibe ich dabei: Lyon ist für mich eine der schönsten Städte in Europa und ich werde nicht das letzte mal da gewesen sein - nicht nur, aber besonders, wegen der wirklich herausragenden Küche. Meine persönlichen Tipps werde ich die Tage mal zusammenfassen.
severin tatarczyk tweet media
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Ach, was interessieren schon Fakten! Hauptsache, der Sozialist kann dem Erzfeind seiner Wahl wieder etwas anhängen! Solange die Leserschaft diesem Glauben schenkt? Aber was ist mit dem Gewissen? Was mit dem journalistischen Anspruch? Vielleicht ein letztes wütendes Aufbäumen der Redaktion, bevor die KI den Job übernimmt? „Wir recherchieren für Sie! Unsere rund 300-köpfige Redaktion kreiert kritischen, unabhängigen und kompetenten Qualitätsjournalismus. Der Tages-Anzeiger ist landesweit führend in politischer Berichterstattung. Bei uns erfahren Sie zuerst, wer die Schweiz wohin lenken will – und warum. Wir decken Missstände auf, zeigen Zusammenhänge, je nach Bedürfnis mit viel Tempo oder mit viel Tiefgang.“ woz.ch/2613/tamedia/9…
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Tages-Anzeiger
Tages-Anzeiger@tagesanzeiger·
Die Annahme des Todesstrafegesetzes zeigt, dass Israel zunehmend von Rassisten wie dem Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir dominiert wird. #Echobox=1775303163" target="_blank" rel="nofollow noopener">tagesanzeiger.ch/israel-ein-lan…
Tages-Anzeiger tweet media
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ᵖᵃʳᵒᵈⁱᵉ Kim Jong Un
Voici Charleroi, ville belge fière et ouvrière. Les rues commerçantes sont mortes. Rideaux de fer baissés partout. Vitrines vides, poussiéreuses, couvertes d’affiches décolorées par le temps. Derrière chaque fermeture, une histoire humaine : un couple qui a tout misé, un artisan qui s’est lancé, une famille qui croyait encore possible de réussir ici, localement. Pourtant, les impôts continuent d’arriver. Les normes s’alourdissent. Les administrations tournent à plein régime. L’État, lui, ne ferme jamais. Comment une ville vivante a-t-elle pu devenir ce fantôme ?
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Es gibt Momente, in denen ich wirklich froh bin, in Frankreich zu wohnen. Nicht wegen der Ölpreise – die sind hier nicht besser –, aber wenigstens weiss ich, dass hier AKWs im Hintergrund verlässlich ihren Dienst tun. Hier kommt niemand auf die hirnrissige Idee, eine Energiewende zu planen und auf eine rund um die Uhr verfügbare, klar berechenbare Menge an grüner Elektrizität zu verzichten, zumal diese Eigenschaften Wind und Sonne nicht bieten können. Und das zu Preisen, von denen man in der Schweiz nur noch träumen kann: 20.65 Cent im Hochtarif/15.79 Cent im Niedertarif, also 19.04 bzw. 14.53 Rappen. Und das ist der sogenannte Tarif Bleu der staatlichen EDF. Günstige Tarife sind insbesondere für Stadtbewohner verfügbar. Hier auf dem Land kann man den Anbieter nicht selbst wählen. Und im Keller erzeugt übrigens eine Wärmepumpe für kuschelige und bezahlbare Wärme – auch in geopolitisch etwas turbulenten Zeiten. particulier.edf.fr/content/dam/2-…
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Hans im #HomoOffice
Hans im #HomoOffice@hans_denkt·
@_ThomasForrer Falsch! Ohne die Kernkraftverhinderer von links und aus der Mitte könnten wir mit der Elektrifizierung viel weiter sein.
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Thomas Forrer
Thomas Forrer@_ThomasForrer·
Das ist aktuell der Preis für unsere Erdöl-Abhängigkeit (in Franken). 🟢 Die technischen Alternativen sind längst da, und wer auf die Grünen gehört hat, fährt und heizt in diesen Tagen bedeutend günstiger 🤷‍♂️ > und schützt erst noch das Klima.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Ich glaube, es ist Gandria. Morcote hat keinen solchen Felsvorsprung. Ich glaube, im Bild oben ist auch die Strasse zu erkennen, die wie eine Brücke gebaut ist. Morcote ist traumhaft und es gibt dort einen Ort, der einen Besuch lohnt: den Parco Scherrer. Morcote ist mit dem Bus über Melide erreichbar. Danke, Patrick! Einen dicken Ostergruss zurück! Auch wenn die aktuelle Lage nicht unbedingt nach Ostereiersuche zumute ist, hoffe ich, dass du ein paar angenehme Momente haben wirst. maps.app.goo.gl/PgUSanZcas55hh…
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Patrick Stahel
Patrick Stahel@PatStahel·
@twitschery Man kann das alles gar nicht mehr hören oder lesen! Anyway, da dir das Bild glaub gefällt, Hansi, es auch für dich mit einem dicken Ostergruss! Vielleicht ist es Morcote, ich war noch nie da, habe aber am Luganersee mal in einem Restaurant einen Sommer lang gearbeitet. 🌺🦉❄️
Patrick Stahel tweet media
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Brüssel: Die Bewohner eines Stadtteils von Saint-Gilles schlagen Alarm: „Wir haben sogar Personen, die auf diesen Fotos zu sehen sind, auf der Strasse wiedererkannt“ Die Einwohner von Saint-Gilles begegnen ihren Einbrechern auf offener Strasse. „Jeder weiss, wer es ist, aber das hat bei der Polizei keine Priorität, wenn man sie ruft.“ Manche rufen die Polizei, während sie gerade ausgeraubt werden: „Die Polizei ist nie gekommen.“ Aus der Cocktailbar „The Modern Alchemist“ wurde Alkohol im Wert von 20.000 Euro gestohlen. Eine Granate wurde auf eine Bar an der Chaussée d’Alsemberg abgeworfen, explodierte jedoch nicht. Zudem wurde das Restaurant „PtitBeur“ in der Rue Jean Robie geplündert. All das ereignete sich innerhalb einer Woche in einem Umkreis von weniger als 100 Metern. Das sind die aktuellen Ereignisse in diesem Viertel von Saint-Gilles, nur wenige Schritte vom Rathaus und einen Katzensprung von der Polizeistation Bréart (an der Rue Antoine Bréart) entfernt. Anwohner haben auch die weniger medienwirksamen Diebstähle gezählt. Neben den Geschäften wurden mehrere gemeinsam genutzte Bereiche und Keller von Wohnhäusern nach Einbrüchen heimgesucht, insbesondere in der Rue Antoine Bréart, der Avenue des Villas, der Rue Adolphe Demeur oder auch der Rue de Savoie. Oft wurden dabei Gegenstände entwendet. Die Einbruchswelle soll Ende 2025 begonnen haben. „Kürzlich wurde daher eine Petition ins Leben gerufen und an das Rathaus geschickt. Darin fordern wir die Organisation einer Konsultationssitzung zwischen den Anwohnern und den zuständigen Behörden, um die Situation näher zu erläutern und gemeinsam geeignete Massnahmen zu erörtern. Wir fordern die Ausarbeitung eines konkreten Aktionsplans mit einem klaren Zeitplan für die Umsetzung.“ „Eine Anwohnerin der Avenue des Villas wurde schwer verletzt, nachdem sie Einbrecher beim Eindringen in den Keller überrascht hatte“, heisst es in dem Dokument. „In einem Fall, der zur Erstellung eines Polizeiberichts führte, wurden die Anwohner aufgefordert, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der sie bestätigten, dass keine kriminaltechnischen Untersuchungen wünschen.“ Parallel zu den Einbrüchen begaben sich einige Täter, die sich als Techniker eines Telekommunikationsanbieters ausgaben, in Wohnungen, insbesondere in der Rue de Savoie, wo anschliessend Einbrüche gemeldet wurden. Einer der Initiatoren der Petition versichert uns: „Wir haben Fotos von Verdächtigen an die Polizei weitergeleitet. Wir haben sogar Personen, die auf diesen Fotos zu sehen sind, später auf offener Strasse wiedererkannt.“ Ein anderer Einwohner von Saint-Gilles führt aus: „Es gab innerhalb weniger Tage zwei Einbrüche im selben Gebäude. Beim zweiten Einbruch wurden die Bewohner geweckt und konnten die Polizei rufen, während die Einbrecher noch vor Ort waren. Sie konnten Fotos machen … Aber die Polizei ist nie gekommen. Wenn die Polizei nicht kommt, wenn man in Gefahr ist… was soll man dann tun? Alle Fakten sind bekannt, es handelt sich um eine organisierte Bande. Wir wissen, dass sie samstagsabends nicht einbrechen, da sie die Beute am nächsten Tag nicht verhökern können. Wir wissen auch, dass sie ihr Hauptquartier nur ein paar Strassen von hier entfernt hatten. Sie haben sogar versucht, gestohlene Gegenstände in Geschäften der Nachbarschaft weiterzuverkaufen. Einige Opfer haben auch Kontoauszüge von ihren gestohlenen Karten. Darauf ist zu sehen, dass die Diebe immer in dieselben Bars gehen, um Bargeld abzuheben. Im Fall dieses Wohnhauses, in dem sich die Vorfälle vor etwa drei Wochen ereignet haben, haben die Opfer kürzlich Neuigkeiten von der Polizei erhalten. „Das Verfahren muss neu aufgerollt werden, da die Polizeiberichte falsch verfasst wurden.“ „Man setzt zwei Polizisten in ein Auto, das an den Wochenenden abends ein bisschen herumfährt, und schon sind alle Probleme gelöst“ Ein Kenner des Viertels bestätigt die von Gewalt geprägte Situation. „Seit mindestens zwei Jahren hat sich die Lage wirklich verschlechtert. Wir hatten sogar einen Messerangriff mitten am Tag. Die Polizei kommt gar nicht mehr oder erst mit einer Stunde Verspätung. Es gibt Barbesucher, die angegriffen werden, oder Mädchen, die nachts verfolgt werden. Was die Einbrüche angeht, weiss jeder, wer dahintersteckt. Man begegnet ihnen oft wieder, aber bei der Polizeit hat dies keine Priorität, wenn man sie ruft. Als ob alle Probleme gelöst werden können, wenn man zwei Polizisten in ein Auto setzt, das an den Wochenenden abends ein bisschen herumfährt. Es gibt jedoch noch eine ganz andere Problematik: Die Täter sind oft Drogenkonsumenten oder Obdachlose. Diese Menschen bräuchten soziale Hilfe. Und wenn eine Einbrecherbande geschnappt wird oder verschwindet, kommt eine andere und es fängt wieder von vorne an.“ In diesem Viertel, in dem sich zahlreiche nächtliche Aktivitäten konzentrieren, wird in der Petition auch das Thema Sauberkeit angesprochen. „Betrunkene Personen verursachen Belästigungen, indem sie schreien, sich aggressiv äussern und in der Öffentlichkeit urinieren. Zudem werden Flaschen und Müll auf den Gehwegen zurückgelassen …“ Und diese Verschmutzungen treten nicht nur nachts auf. „Hundekot wird auf öffentlichen Strassen nicht beseitigt.“ Er sammelt sich insbesondere in den Strassen, die zum Parc de Forest führen. Ein Park, der von den Unterzeichnern übrigens als „unzureichend beleuchtet“ und „zu selten von Polizeipatrouillen kontrolliert“ beurteilt wird. „Es gibt offensichtlich Personen, die in diesem Viertel ihr Unwesen treiben“ Schon vor dieser Petition war Bürgermeister Jean Spinette (Parti socialiste, PS) auf das Problem der Einbrüche angesprochen worden. „Es ist schwer zu sagen, ob es tatsächlich einen Anstieg gibt, zumal die Zahlen des Polizeibezirks eher einen Rückgang der Einbrüche zeigen. Aber es gibt offensichtlich Personen, die in diesem Viertel ihr Unwesen treiben. Ich habe die Sorgen an den zuständigen Polizeibezirk weitergeleitet und diese Petition wird es mir ermöglichen, diese Aussage zu untermauern.“ Es sei angemerkt, dass der Vorfall mit der Granate offenbar nichts mit dem Rest zu tun hat. Der Bürgermeister weist zudem darauf hin, dass die Gemeinde ebenso wie der Polizeibezirk über einen Berater für Einbruchprävention verfügt. Darüber hinaus bietet die Gemeinde Saint-Gilles Sicherheitsprämien für Privatpersonen an (bis zu 250 Euro), die beispielsweise die Kosten für die Installation einer Alarmanlage oder eines Schlosses abdecken können. Nach einer Einbruchsserie vor zwei Jahren im selben Viertel wurde auch eine Prämie für Gewerbetreibende eingeführt (bis zu 400 Euro). Was den Polizeibezirk betrifft, so ist dieser derzeit damit beschäftigt, Daten zu diesen Fällen zu sammeln. Daher konnte er uns noch nicht bestätigen, ob es tatsächlich zu einem Anstieg solcher Vorfälle gekommen ist. Es scheint jedoch, als käme die Polizei voran: Tatsächlich wurden kürzlich in Saint-Gilles 300 gestohlene Gegenstände gefunden, von denen einige vermutlich Opfern von Einbrüchen aus diesem Viertel gehörten. Diese Beschlagnahmung konnte durchgeführt werden, weil ein Opfer einen seiner gestohlenen Gegenstände auf einer Online-Verkaufsplattform entdeckt hatte. In den darauffolgenden Tagen wurden jedoch bereits weitere Schaufenster eingeschlagen. ◻️ Übersetzung des im ersten Kommentar verlinkten Artikels der belgischen Zeitung Le Libre Saint-Gilles ist eine der 19 eigenständigen Stadtgemeinden, aus denen die Region Brüssel-Hauptstadt besteht. Die Gemeinde ist bekannt für ihr prachtvolles Rathaus, das mehr einem Schloss ähnelt, also einem Verwaltungsgebäude. Die angesprochene Polizeistation befindet sich übrigens genau zwischen dem Rathaus und dem historischen, aber immer noch aktive Gefängnis von Saint-Gilles, das in dem Artikel nicht erwähnt wurde. Eine sehr bedauerliche Entwicklung, zumal es eine der wirklich schönen und früher noch „ruhigen“ Gemeinden Brüssels ist. Es ist jedoch nicht ganz so überraschend, wenn man sich vor Augen führt, dass die Bürger der 49.000 Einwohner zählenden Brüsseler Gemeinde Saint-Gilles zu 34 % Sozialisten, zu 23 % Grüne und – man höre und staune – zu 24 % die Kommunisten gewählt haben. Die Stadtregierung besteht aus zehn Mitgliedern, davon sind drei von den Grünen und sieben von der Sozialistischen Partei. Offensichtlich bekundet sie Mühe, überhaupt irgendeinen Anstieg der Kriminalität zu erkennen, geschweige denn Massnahmen ergreifen zu müssen. Aber auch die Initianten der Petition scheinen, obwohl sie die Täter kennen, diese nicht klar benennen zu wollen. Stattdessen reden sie von kriminellen Drogensüchtigen und Obdachlosen, die soziale Hilfe bedürfen. Gleichzeitig weisen sie aber auch darauf hin, dass es sich um organisierte Banden handelt, die jeweils für eine gewisse Zeit ihr Unwesen treiben, bevor sie von einer anderen Bande abgelöst werden. Erstaunlich ist in der Tat die Rolle der Polizei, deren Dienststelle sich in unmittelbarer Nähe befindet und die neuerdings auch nur noch „Dienst nach Vorschrift” verrichtet. Die Strassenzüge, in denen nicht nur Einbruchdiebstähle, sondern auch eine generelle Zunahme von Gewalt zu beklagen ist, zeigten bereits zu meiner Zeit in Brüssel erste Anzeichen einer schleichenden Degradierung. Gerade der letzte Abschnitt der Chaussée d'Alsemberg war so eine Ecke, bei der sich mein Magen leicht verkrampfte. Aber das war nichts im Vergleich zu dem mulmigen Gefühl in den wirklich gefährlichen Gegenden wie der Umgebung des Brüssler Nordbahnhofs, in der sich beispielsweise das Strassenverkehrsamt befindet und man heilfroh war, die Gegend schnellstmöglich wieder verlassen zu können. Wie schnell dieser „Niedergang” letztlich vonstatten geht und wie unwillig Politik und Polizei dagegen vorzugehen scheinen, sollte den Schweizern, die noch in fast paradiesischen Zuständen leben, eine Warnung sein – insbesondere natürlich denjenigen, die gerade der SP auf lokaler Ebene zum „Erfolg” verholfen haben. Denn auch in Saint-Gilles leben die Bewohner einer eher hochpreisigen Wohngegend in der Überzeugung, dass, wenn sie die „Gutmenschen”-Parteien wählen, die Toleranz und Laissez-faire propagieren, sich neben dem moralischen Überlegenheitsgefühl, „gut zu sein”, auch die „bösen Jungs” diesem generellen Wohlwollen anschliessen und sich entsprechend verhalten werden. Offensichtlich haben sie noch immer nicht verstanden, dass die von ihnen gewählte Politik auch dann gegenüber Kriminellen „gut” sein wird, wenn sie mehr als nur Symptombekämpfung von ihr erwartet. Und so, wie ich die Gesamtpolitik in Brüssel beurteile, wird sich daran auch in den nächsten Jahren angesichts des allgemeinen Trends der zunehmenden Kriminalisierung und Degradierung nichts ändern. Im Gegenteil. Noch schlimmere Nachrichten sind leider zu erwarten.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Ja, absolut! Aber widerlich sind die Zustände, die zu diesem Vorfall geführt haben. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass hier auf dem Rücken von Unschuldigen und sogar Tieren Leid hingenommen wird, nur weil einige Ideologen nicht von ihrem verschrobenen Weltbild abrücken wollen. Wie auch immer, das, was hier passiert ist, ist einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdig und sollte endlich bekämpft und nicht weiter toleriert werden.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Rosi kämpft noch immer um ihr Leben Sie wurde im römischen Stadtteil „Tor Tre Teste”, der für die von afrikanischen Migranten begangenen Verbrechen und die wiederholten Gruppenvergewaltigungen in seinen Parks bekannt ist, brutal vergewaltigt. Sie wurde am 23. März mit schweren Genital- und inneren Verletzungen gefunden, als sie ihre Hinterbeine durch eine Blutlache in einem Hausgarten in der Via Francesco Tovaglieri schleppte. Die Katze aus einer Streunergruppe kämpft auch nach über einer Woche noch immer in einer Tierklinik um ihr Leben. Der Tierschutzbeauftragte der Stadt Rom, Rocco Ferraro, hat eine offizielle Beschwerde eingereicht und den Vorfall als „beispiellose Schwere“ und als Versagen der Sicherheit bezeichnet. ◻️ Übersetzung des Originalposts
Wolf 🐺@PsyGuy007

🚨 🇮🇹 ROSI SE BAT TOUJOURS ACTUELLEMENT POUR RESTER EN VIE Elle a été brutalement vi0lé à Rome, dans le quartier de Tor Tre Teste, connu pour ses crimes commis par des migrants africains et les vi0ls en réunion répétés dans ses parcs. Trouvée le 23 mars, traînant ses pattes arrière dans une m@re de s@ng dans un jardin d'immeuble sur la via Francesco Tovaglieri, avec de graves lacérations génit@les et des blessures internes. Ce chat de colonie féline se bat encore pour sa vie dans une clinique vétérinaire après plus d'une semaine. Le délégué au bien-être animal de la Ville métropolitaine, Rocco Ferraro, a déposé une plainte officielle, la qualifiant de « gravité sans précédent » et d'échec sécuritaire.

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Patrick Stahel
Patrick Stahel@PatStahel·
@Steinhoefel Frohe Ostern aus der Schweiz 🇨🇭, lieber Herr Steinhöfel! 🌺❄️🦉🍷🪐🚠
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Steinhoefel
Steinhoefel@Steinhoefel·
Die DDR schoss auf Menschen, die wegwollten. Der moderne Staat macht es zivilisierter: Wegzugsbesteuerug auf Gewinne, die es nicht gibt und Genehmigungsvorbehalt der Bundeswehr für längere Reisen. Die Mauer war hässlicher. Die Logik ist dieselbe. welt.de/politik/deutsc…
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
@justdanaw Danke, Dana! Genau danach habe ich gesucht! Ich hatte „Chemsex” im Kopf. Moment mal dachte ich, da war doch noch was. Jetzt hat es Klick gemacht.
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Dana Weinstein
Dana Weinstein@justdanaw·
3-MMC Es gibt mehrere Studien, die sagen, dass diese Droge die Dilatation des Anus fördert… Ich mein ja nur… ich sag nichts. 😏
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Merci à @alxdm d'avoir signalé cet incident !
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Aufruhr bei Besuch in Charleroi (Belgien): Der Vizepräsident der Europäischen Kommission wurde aus dem UCampus in Sicherheit gebracht Raffaele Fitto war auf dem UCampus von Charleroi zu Gast, um sich die dank europäischer Fördermittel realisierten Transformationen und Projekte anzusehen. Er ist EU-Kommissar für regionale Entwicklung und vor allem Mitglied der rechtsextremen italienischen Partei Fratelli d’Italia. Eine von Professoren, Studierenden und NGOs geplante Demonstration eskalierte. Den Demonstranten gelang es, den EU-Kommissar und den Ministerpräsidenten der Region Wallonien, Adrien Dolimont, fast eine Stunde lang festzuhalten. Die beiden Männer mussten aus der Menschenmenge befreit werden. Es war ein Besuch, an den er sich noch lange erinnern wird. Raffaele Fitto, EU-Kommissar für regionale Entwicklung und Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, der den UCampus von Charleroi im Rahmen der dank europäischer Fördermittel realisierten Umgestaltungen besuchte, wurde von einem „speziellen Empfangskomitee” begrüsst. Auf Aufruf einiger Professoren und NGOs sollte vor der Universität eine Demonstration stattfinden, während der EU-Kommissar und der Präsident der Wallonie die Räumlichkeiten besichtigten. Doch sehr schnell geriet die Situation ausser Kontrolle: Die Demonstranten begriffen, dass der Kommissar bereits im Gebäude war, durch eine andere Tür hereingekommen war und die Konferenz bereits im Gange war. Sie beschlossen, zu versuchen, in den Saal zu gelangen, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert. Die Konferenz fand zwar statt, jedoch unter den Sprechchören, Rufen und Beleidigungen der Demonstranten. Sichtlich geschockt erklärte sich Raffaele Fitto bereit, gegenüber der Presse Stellung zu nehmen: „Das ist mir zum ersten Mal passiert. Ich war in allen Mitgliedstaaten und habe Hunderte von Projekten kennengelernt, aber so etwas ist mir noch nie passiert. Ich bin hier, um die Europäische Kommission zu vertreten, ich bin geschäftsführender Vizepräsident. Ich bin auch hier, um die Werte der Europäischen Union zu vertreten. Das ist die Botschaft, die ich vermitteln möchte. Es tut mir leid, bei allem Respekt, aber diese Art von Demonstration ist lächerlich.“ Gegenüber unserem Reporter bezeichnet sich der Mann selbst als Antifaschist und erklärt, dass die Partei Fratelli d’Italia nichts mit der faschistischen Bewegung zu tun habe. Er habe versucht, mit den Demonstranten zu sprechen, doch sein Wunsch sei abgelehnt worden. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels wissen wir nicht, ob die Polizei dies aus Sicherheitsgründen abgelehnt hat oder ob die Demonstranten diesen Vorschlag zurückgewiesen haben. „Das ist katastrophal für unser Image und für das, was Europa für Charleroi und die Region Wallonien getan hat“ Adrien Dolimont, der den EU-Kommissar begleitete, ist schockiert: „Das ist unglaublich“, vertraut uns der Ministerpräsident der Region Wallonien an. „Wir kommen hierher, um über diese Projekte zu sprechen, über die Hilfe, die Europa uns gewährt hat, um der Region zu helfen – und so werden wir empfangen? Ich bin entsetzt. Was für ein katastrophales Bild geben wir ab!“ Das Kabinett des Ministers erinnert daran, dass die Universität Charleroi 23 Millionen Euro an europäischen Fördermitteln erhalten hat. Evakuierung durch die Polizei Über 40 Minuten lang ist die Spannung im Saal deutlich zu spüren. Die Delegation wird von der Menschenmenge blockiert. Es werden alle Möglichkeiten geprüft, sogar der Ausstieg durch das Fenster. Schliesslich wird zusätzliche Polizeiverstärkung angefordert und die beiden Männer werden durch die Menge hindurch evakuiert. Unter Buhrufen, Zurufen und Beleidigungen verlassen sie den UCampus von Charleroi und setzen ihre Sitzung an einem anderen Ort der Stadt fort. Die Demonstranten ihrerseits zeigen sich zufrieden: „Wir leisten Widerstand. Eines Tages werden wir aufwachen und uns fragen: ‚Wie konnte es dazu kommen, dass wir in einem faschistischen Land leben?‘ Deshalb mobilisieren wir uns, um so etwas nicht durchgehen zu lassen, vor allem nicht an einer Universität. Vormittags lernen wir die Grundbegriffe von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Respekt und Toleranz … Und nachmittags laden wir jemanden ein, der genau das Gegenteil verkörpert!”, argumentiert Elodie Verlinden, Doktorin der Informations- und Kommunikationswissenschaften an der ULB (Freie Universität Brüssel). Die Demonstranten wollen in den nächsten Tagen die Verantwortlichen des Campus Charleroi sowie Bürgermeister Thomas Dermine (Sozialistische Partei, PS) zur Rechenschaft ziehen. „Die Stadt Charleroi hat vor einigen Jahren einen antifaschistischen Beschluss gefasst, der Empfänge dieser Art eigentlich verhindern soll“, erklärte Cloé Clarat, Mitglied der Antifaschistischen Koalition von Charleroi, gegenüber der belgischen Nachrichtenagentur Belga. ◻️ Übersetzung des im ersten Kommentar verlinkten Artikels des belgischen öffenlichen Fernsehsenders RTBF Der CampusUCharleroi wurde von vier Partnern – der Provinz Hennegau (HEPH – Condorcet, ISI), der Freien Universität Brüssel (ULB), der Universtiätt Mons (UMONS) und der Stadt Charleroi (Université Ouverte) – gegründet, um in Charleroi einen Ort für Ausbildung, Forschung, die Verbreitung wissenschaftlicher Kultur und die Sensibilisierung für wissenschaftliche und technische Berufe zu schaffen. Der Studienbetrieb am Campus in Charleroi startete im September 2015 und erhielt hierfür von der EU Fördermittel in Höhe von 23 Millionen Euro. Charleroi war einst eine blühende Industriestadt mit Kohle-, Glas- und Stahlindustrie. Zur Zeit der Weltausstellung von Charleroi im Jahr 1911 zählte sie zu den wohlhabendsten Städten Europas. Ende der 1960er Jahre setzte aber ein Strukturwandel ein, der letztlich ihren wirtschaftlichen Niedergang einleitete. Trotz mehrerer Versuche ist eine Neuausrichtung bisher nicht gelungen. Die Stadt leidet unter hoher Arbeitslosigkeit, grosser Armut und anhaltenden Sicherheitsproblemen, die unter anderem auf den wachsenden Drogenhandel zurückzuführen sind. Die Ansiedlung einer Universität sollte der Region nun endlich einen positiven Wandel bringen. Doch durch die Beschlussfassung eines antifaschistischen Pakts durch die Stadtregierung von Charleroi und die Einstufung des zuständigen EU-Kommissars als „Faschist”, gegen dessen Empfang in der Stadt mit allen Mitteln vorgegangen werden müsse, ist ausgerechnet der Hauptsponsor der Strukturreformen vergrault worden. Diese Einstufung wurde durch die Professoren der neugegründeten Universität, die erst durch die Spendierlaune der EU ermöglicht wurde, sowie durch die unangefochtenen Wächter der Moral, sprich sogenannte NGOs, vorgenommen. Die EU wird sich für die Zukunft wohl genau überlegen, ob sie noch einmal so bereitwillig den Geldbeutel öffnet, um einer verarmten Region unter die Arme zu greifen. Die Universität selbst scheint jedenfalls noch etwas Optimierungsbedarf zu haben, was die „Sensibilisierung für die Wissenschaft” angeht. Leider bestätigen sich damit auch zwei weitere ungünstige Tendenzen: Erstens erfolgt die Einstufung als „Faschist” eigenmächtig durch Universitäten und NGOs (wie auch bei den anderen Themen), und zwar nicht auf Basis wissenschaftlicher Ansätze, sondern nach Gutdünken oder Unterstellung. Zweitens wird die antifaschistische Bewegung, wenn sie der Meinung ist, einen „Faschisten” oder „Faschismus” zu erkennen, entsprechend reagieren. Sie wird sich verpflichtet fühlen, in den sogenannten demokratischen Prozess einzugreifen, was letztlich zu Unruhen führen könnte.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
@dugazon_jean @DGReynie @F_Desouche À notre époque, c'est exigé : on ne nous donne pas d'informations, on laisse deviner. On va dire que le comportement laisse penser que oui, ce devraient être des Belges comme vous et moi !
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
hansdampf@twitschery

Voici encore quelques détails supplémentaires, selon un article du journal Orvietolife: Scène de folie sur la Piazza del Popolo : une bande de touristes agresse violemment les propriétaires d'un restaurant Une ambiance résolument hivernale, bien que le calendrier indique le premier jour d’avril. L’heure du déjeuner sur la Piazza del Popolo se déroulait dans le calme, jusqu’à ce que la tranquillité du centre-ville soit soudainement rompue par des cris, de l’agitation et le bruit caractéristique d’une violente altercation. Le théâtre de cette agression brutale a été la pizzeria « Antica Arte Napoletana », où un groupe de jeunes touristes d’origine belge s’était arrêté pour manger. « Déjà pendant le repas, ils s’étaient fait remarquer par un comportement un peu exagéré – raconte, encore sous le choc, le propriétaire du restaurant – mais c’est après avoir réglé l’addition que le chaos a éclaté ». L'étincelle et l'arrogance Tout a commencé pour des raisons banales, liées à l'espace restreint du restaurant. Les jeunes se sont entassés pour attendre leur tour aux toilettes, bloquant de fait le passage. « À notre invitation polie de nous laisser de la place pour nous permettre de continuer à servir, expliquent les gérants, ils ont répondu de manière totalement insolente ». La tension est montée rapidement, à tel point qu’un autre client présent dans le restaurant a tenté de jouer les médiateurs, en essayant de traduire les demandes des propriétaires en anglais et de raisonner les jeunes. Une tentative tout à fait vaine. L’escalade de la violence Selon les témoignages des personnes présentes, la situation a dégénéré en quelques instants. Les jeunes Belges ont d’abord commencé à donner des coups de pied dans la porte des toilettes, puis sont sortis pour s’en prendre violemment à l’une des propriétaires, la couvrant d’insultes et de crachats. À ce moment-là, le propriétaire est intervenu dans une tentative désespérée de servir de bouclier et de ramener le calme, mais il a été submergé par la fureur de la bande. « En réponse, ils m’ont frappé violemment à la tête, me faisant tomber à terre », a expliqué l’homme, la voix brisée par l’émotion. Elles ne se sont pas arrêtées : elles ont continué à me frapper alors que j’étais à terre, jusqu’à ce que mon fils intervienne pour me défendre ». La fuite et l'intervention de la police Le passage à tabac brutal n'a pris fin que lorsque, au loin, on a commencé à entendre le son caractéristique des sirènes. Sentant l'arrivée imminente de la voiture de la police nationale, les jeunes se sont enfuis précipitamment dans les ruelles du centre-ville. Les agents, arrivés rapidement sur les lieux, ont immédiatement lancé une fouille minutieuse et rapide de la zone. Une chasse à l’homme qui n’a pas duré longtemps : les membres du groupe ont été retrouvés en un clin d’œil et interpellés pour être interrogés sur les faits et identifiés. Les propriétaires du restaurant, victimes de cette explosion de violence injustifiable, ont dû être pris en charge aux urgences. Tous deux se sont immédiatement mis à la disposition des forces de l'ordre, fournissant tous les détails et témoignages utiles pour reconstituer le déroulement exact d'un « 1er avril » qu'ils auront du mal à oublier.

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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Voici encore quelques détails supplémentaires, selon un article du journal Orvietolife: Scène de folie sur la Piazza del Popolo : une bande de touristes agresse violemment les propriétaires d'un restaurant Une ambiance résolument hivernale, bien que le calendrier indique le premier jour d’avril. L’heure du déjeuner sur la Piazza del Popolo se déroulait dans le calme, jusqu’à ce que la tranquillité du centre-ville soit soudainement rompue par des cris, de l’agitation et le bruit caractéristique d’une violente altercation. Le théâtre de cette agression brutale a été la pizzeria « Antica Arte Napoletana », où un groupe de jeunes touristes d’origine belge s’était arrêté pour manger. « Déjà pendant le repas, ils s’étaient fait remarquer par un comportement un peu exagéré – raconte, encore sous le choc, le propriétaire du restaurant – mais c’est après avoir réglé l’addition que le chaos a éclaté ». L'étincelle et l'arrogance Tout a commencé pour des raisons banales, liées à l'espace restreint du restaurant. Les jeunes se sont entassés pour attendre leur tour aux toilettes, bloquant de fait le passage. « À notre invitation polie de nous laisser de la place pour nous permettre de continuer à servir, expliquent les gérants, ils ont répondu de manière totalement insolente ». La tension est montée rapidement, à tel point qu’un autre client présent dans le restaurant a tenté de jouer les médiateurs, en essayant de traduire les demandes des propriétaires en anglais et de raisonner les jeunes. Une tentative tout à fait vaine. L’escalade de la violence Selon les témoignages des personnes présentes, la situation a dégénéré en quelques instants. Les jeunes Belges ont d’abord commencé à donner des coups de pied dans la porte des toilettes, puis sont sortis pour s’en prendre violemment à l’une des propriétaires, la couvrant d’insultes et de crachats. À ce moment-là, le propriétaire est intervenu dans une tentative désespérée de servir de bouclier et de ramener le calme, mais il a été submergé par la fureur de la bande. « En réponse, ils m’ont frappé violemment à la tête, me faisant tomber à terre », a expliqué l’homme, la voix brisée par l’émotion. Elles ne se sont pas arrêtées : elles ont continué à me frapper alors que j’étais à terre, jusqu’à ce que mon fils intervienne pour me défendre ». La fuite et l'intervention de la police Le passage à tabac brutal n'a pris fin que lorsque, au loin, on a commencé à entendre le son caractéristique des sirènes. Sentant l'arrivée imminente de la voiture de la police nationale, les jeunes se sont enfuis précipitamment dans les ruelles du centre-ville. Les agents, arrivés rapidement sur les lieux, ont immédiatement lancé une fouille minutieuse et rapide de la zone. Une chasse à l’homme qui n’a pas duré longtemps : les membres du groupe ont été retrouvés en un clin d’œil et interpellés pour être interrogés sur les faits et identifiés. Les propriétaires du restaurant, victimes de cette explosion de violence injustifiable, ont dû être pris en charge aux urgences. Tous deux se sont immédiatement mis à la disposition des forces de l'ordre, fournissant tous les détails et témoignages utiles pour reconstituer le déroulement exact d'un « 1er avril » qu'ils auront du mal à oublier.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Das ist eben der heikle Punkt mit den EU-Verträgen bzw. der Unionsbürgerrichtlinie: Sie verlangt die Gleichstellung zwischen eigenen Bürgern und Bürgern anderer EU-Mitgliedstaaten und mimt damit im Grunde die Idee eines vereinten Europas, die von den Bürgern eigentlich abgelehnt wurde. Die Aufnahme guter Leute ist nicht von einem europäischen Rechtsakt abhängig, das könnte jedes Land selbst so handhaben. Durch die UBL besteht jedoch ein Anspruch, der nun auch von denjenigen geltend gemacht werden kann, die das Land nicht möchte. Dazu gehört leider auch, dass ein Mitgliedstaat kaum eine Handhabe hat, Personen, die von staatlichen Transferleistungen leben, wieder loszuwerden.
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Jim Zoidberg
Jim Zoidberg@ZoidbergJim·
@twitschery Ja, aber Osteuropa ist schwierig. Wir haben so viele gute Leute von dort aufgenommen, dass wir deren eigene Entwicklung beeinträchtigt haben. Als deren Asoziale dann mitgekriegt haben, dass es hier auch alles für ohne Arbeit gibt, war es zu spät, das vernünftig zu regeln.
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Dieser unglückliche Trend war leider bereits vor der Einführung der Personenfreizügigkeit erkennbar. Statt gelernten Köchen wurden nur noch Hilfsköche angestellt. Wenn man sich die aktuellen Preise in der Gastronomie vor Augen führt, müssen wohl auch die Mieten für Gastrobetriebe so stark gestiegen sein, dass kaum mehr Luft für anständige Löhne bleibt – vieleicht auch eine Folge der rasanten und weit über den prognostizierten Zuwanderung?
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Andreas Glarner
Andreas Glarner@andreas_glarner·
Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative suggerieren, dass uns das Pflegepersonal ausginge - dabei stempelten per 31.12.2025 exakt 12'455 Personen in diesem Bereich ... davon weit über 50% Ausländer! Ganz zu schweigen von denen, die sich dank unserer Sozialhilfe einen schönen Tag machen ...
Andreas Glarner tweet media
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hansdampf
hansdampf@twitschery·
Oui, et cette méthode fonctionne (encore). J’en suis également convaincu grâce au soutien actif des médias. Chaque pays comme chaque individu ont des qualités et des défauts ; la question est de savoir lesquels finissent par prévaloir. Actuellement, ce n'est pas tant le savoir des Lumières qui semble nous éclairer la voie, mais la croyance en des mythes, avec des conséquences désormais bien visibles. En tout cas, « les Lumières » sont la devise tant que cette possibilité existe encore. Car des « intentions de censure » en ce sens existent malheureusement bel et bien.
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HECTOR
HECTOR@RevueHector·
@twitschery Oui, le fameux slogan des puissants de salon : pas de liberté pour les ennemis de la liberté. "La puissance, c'est la méthode", disait Nietzche. (Oups, encore un allemand 😅) A nous de combattre ces fausses vérités et ces slogans creux avec patience et méthode.
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HECTOR
HECTOR@RevueHector·
📌Suite à mon porte du 2 avril sur le sujet (lien en commentaire), un nouveau rebondissement typiquement belge vient démontrer une nouvelle fois les limites, les incohérences et les tensions que génère chez nous le cordon sanitaire. ➡️ L'accord du gouvernement prévoit de supprimer le Sénat. Pour entériner la première étape de cette suppression, la majorité a besoin d'une majorité des 2/3 en séance plénière. ➡️ Le PS s'oppose au projet. Sans lui, les voix du Vlaams Belang pourraient être nécessaires pour atteindre ce seuil. Or ce parti est inscrit dans la liste noire et le MR via son Président @GLBouchez se refuse de voter un texte qui passerait grâce au Vlaams Belang pour ne pas rompre ... le cordon sanitaire. Ne riez pas, c'est très sérieux. 👉 Malgré ce nouvel imbroglio, Georges-Louis Bouchez insiste pour que le cordon sanitaire - dont il pourtant en train de mesurer les contraintes - soit étendu à l'extrême-gauche. Ben oui, ce serait dommage d'ouvrir à sa droite et de perdre l'électorat qui va avec. Par conséquent, le choix assumé de manière totalement arbitraire est de donner toute latitude à l'extrême-centre en supprimant tout ce qui dépasse. Pourquoi se priver ? ➡️ Un nouvel épisode qui démontre une nouvelle fois la négation du suffrage universel qui a lieu en Belgique. En effet, les électeurs du VB (qui représente environ 20% en Flandre) sont traités de parias et rendus incapables d'influencer la moindre décision, même sur des sujets purement techniques ou consensuels comme la suppression d'une chambre. 🎯 La seule vérité est que, dans une démocratie libérale, les partis légaux doivent pouvoir participer au jeu parlementaire. Voter un texte n'est pas "pactiser" c'est tout simplement permettre à l'assemblée de fonctionner normalement. Outre le fait de s'asseoir sur l'expression souveraine du peuple, interdire cela limite la liberté d'association et d'expression politiques et transforme, de facto, la Belgique en une démocratie illibérale au sens strict du terme. Le Soir, 030326 ⤵️
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