
Ihre Aussage unterstellt eine direkte Kausalität zwischen dem Anstieg von Börsenwerten und dem Kaufkraftverlust der Bürger, ignoriert dabei jedoch, dass Buchgewinne von Milliardären kein Bargeld sind, das der öffentlichen Infrastruktur unmittelbar entzogen wurde. Durch die Vermischung von volatilen Bestandsgrößen wie Aktienvermögen mit stabilen Stromgrößen wie Reallöhnen entsteht ein statistisch verzerrtes Bild, das komplexe Inflationsursachen wie Energiepreise oder Lieferketten auf eine reine Verteilungsfrage reduziert. Die Argumentation blendet zudem aus, dass ein Sinken der Milliardärsvermögen – etwa durch einen Börsencrash – die strukturellen Probleme bei Mieten oder Löhnen keineswegs automatisch lösen würde.
Sie nutzen hier ein klassisches Nullsummenspiel-Narrativ, das komplexe ökonomische Wechselwirkungen auf eine recht unterkomplexe „Die da oben gegen wir hier unten“-Logik reduziert. Sowas bitte nicht mehr.
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